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Musiker

Gründer und Ideengeber der Band ist der Journalist Günter Hochgürtel. Er spielte von 1975 bis 1982 in der Unterhaltungskapelle Blue Sky Band, ehe er sich entschloss, mit eigenen Liedern in Eifeler Dialekt öffentlich aufzutreten. Mit zwei selbstverfassten und einem traditionellen Song präsentierte sich Hochgürtel im Frühjahr 1983 beim Musikalischen Blumenstrauß, einem Gemeinschaftskonzert in der Aula des Mechernicher Schulzentrums. Als Wibbelstetz erntete Hochgürtel, der sich auf der Gitarre selbst begleitete, großen Beifall für sein Debüt.

Nachdem sich öffentliche Auftritte in der Folgezeit ergaben, suchte Hochgürtel nach einem Mitmusikanten und fand ihn schließlich in Linus Krämer. Der Akkordeonist hatte bis zu diesem Zeitpunkt im Eifelland-Blasorchester mitgewirkt. So wurde aus dem Solo-Wibbelstetz das Mundart-Duo Wibbelstetz, das im Kreis Euskirchen schnell bekannt wurde. Im September 1986 bekamen Hochgürtel und Krämer Zuwachs. Mario Derichs, Bassist, Sänger und Trompeter, wurde Mitglied der Band. Er hatte vorher bei der Unterhaltungskapelle Indigo den Bass gezupft und als Frontmann gesungen.

Mit Derichs wurde die Drei-Mann-Combo erheblich flexibler. 1987 entschloss man sich dann, zum ersten Mal ins Tonstudio zu gehen und die eigenen Lieder aufzunehmen. Lieder vom Lande hieß die erste Kassette, die im Selbstverlag und -vertrieb erschien und gleich in einer Auflage von 1500 Stück verkauft wurde. Auch die ersten Fernsehauftritte ergaben sich in der Folge: beispielsweise in der Aktuellen Stunde des WDR-Fernsehens. Auch weitete sich der Wirkungskreis der Band über den Kreis Euskirchen hinaus aus.

Einen weiteren, entscheidenden Schritt nach vorn tat Wibbelstetz im Frühjahr 1989, als nacheinander der Schlagzeuger Jürgen Schroeder und der Gitarrist und Sänger Werner Dederichs zur Gruppe stießen. Schroeder hatte zuvor in diversen Rockbands gespielt, Dederichs war zeitweise Mitglied der Tanzkapelle New Barbados. Als Quintett erregte Wibbelstetz fortan erheblich größeres Aufsehen. Die ersten eigenen Konzerte, darunter der inzwischen legendäre Auftritt an der Kakushöhle, wurden erfolgreich absolviert. In Radio- und Fernsehsendungen war die Band regelmäßig zu Gast.

1989 wurde auch die erste Single mit den Titel Börjemeeste Nieres und Nempt mich möt im Bläck-Fööss-Studio in Köln eingespielt. Produziert wurde die Platte von Günter „Bömmel“ Lückerath und Hartmut Priess, beide als Bläck Fööss weithin bekannt. Es folgte nur ein Jahr später die erste CD/MC/LP Höngerm Bröddezong.

In den darauf folgenden Jahren wurde zunächst die Maxi-CD Treck dat Hemp us, Adelche veröffentlicht (1991), dann die CD/MC Hausmusik (1992) und schließlich die Studio-CD/MC Himbeermarmelad. Durch diese Tonträger wurden die Lieder von Wibbelstetz in der Eifel und auch weit darüber hinaus populär, obwohl lediglich das erste und vierte Hörfunkprogramm des Südwestfunks in Mainz die CDs regelmäßig spielte. Vom WDR und von RPR wurde die Band dagegen unverdientermaßen selten eingesetzt.

1996 machte eine Erkrankung von Gitarrist Werner Dederichs eine Umbesetzung notwendig. Rolf Krüger, früher bei den Cadillacs aktiv, sprang ein und brachte neue musikalische Ideen ein. 1997 war es Michael Metzele, der Krügers Position einnahm.

Zu den Musikern, die Wibbelstetz in den zurückliegenden zehn Jahren live und bei Studioproduktionen unterstützten, gehören der Bonner Geiger Johannes Epremian (Le Clou), Saxophonist Martin Frings, der Keyboarder Werner Krebs und als Produzent Ralf Weber. Großen Erfolg erzielte die Eifelband mit der Maxi-CD “Handy", einer Coverversion des alten Kinks-Hits "Dandy". Dieser Eifel-Hit wurde selbstverständlich auch auf die aktuelle CD "Schluss mit Lustig" übernommen, die im Sommer 1999 veröffentlicht wurde und seither für viel Freude bei der Wibbelstetz-Fangemeinde sorgte und der Gruppe zusätzlich neue Anhänger bescherte.

Einen erneuten personellen Wechsel gab es im Frühjahr 2001, als Bassist Mario Derichs nach gut 14 Jahren in Diensten von Wibbelstetz sein Instrument in die Ecke stellte, um sich mehr um seine Internet-Firma kümmern zu können. Mario war einer der Stützpfeiler der Band und profilierte sich immer wieder auch als ausgezeichneter Gesangssolist.

Ersetzt wurde er durch Georg Zwingmann, den Frontmann der Coverrockband „Männer von Flake“, bei der auch Wibbelstetz-Schlagzeuger Jürgen Schroeder mitmischt. Mit Zwingmann sind die Eifelrocker noch einmal richtig durchgestartet. Begeisterte Kritiken erntete die aktuelle CD „Eenes Daachs bin ich fott“, die im Sommer 2002 bei Pavement Records/Köln veröffentlicht wurde.

Absoluter Höhepunkt der bisherigen Bandgeschichte von Wibbelstetz war zweifelsohne der Auftritt beim German Heritage Festival 2003 in Kutztown/Pennsylvania. Zehn Tage lang spielten die Eifelrocker in den USA und wurden dort regelrecht gefeiert.

2005 stand ein runder Geburtstag an: Wibbelstetz wurde 20 Jahre alt. Was mit dem neuen Album „De Kopp voll Dröhm“ und einer Riesenfete am Naturzentrum in Nettersheim in Form eines großen Open-air-Konzerts gefeiert wurde. Aus diesem Anlass gründete sich übrigens auch der erste Wibbelstetz-Fanclub. Im September des gleichen Jahres reiste die Band mit einer Münstereifeler Abordnung in die Bretagne, um im schönen Fougères vier Tage lang auf die Pauke zu hauen. Es gab drei Konzerte, reichlich zu trinken und wenig Schlaf. Wie das eben so üblich ist bei „Auswärtsspielen“ der Eifelrocker.

Für 2007 ist ein weiterer Trip nach Frankreich geplant. Nach einem Solo-Gastspiel von Bandchef Günter Hochgürtel erhielt die Band eine Einladung nach Nyons in der Provence, wo im Sommer die Verschwisterung mit Mechernich groß gefeiert wird, die bereits seit 40 Jahre besteht.